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 Betreff des Beitrags: Strom am LNB-Gehäuse
BeitragVerfasst: Mo 17. Jun 2002, 18:57 
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Registriert: Mo 17. Sep 2001, 22:00
Beiträge: 24
Hallo,
ich habe seit gestern folgendes Problem: Am Gehäuse meines LNBs (und auch an den F-Steckern) ist ein deutlicher Strom zu spüren. Wie kann sowas sein, bzw. wie kann man das abstellen?
Meine Konstellation: Monoblock Doppel-Lnb, Galaxis Easy Ci, Hyundai 820CI. Ich habe schon versucht, nur einen Receiver anzuschliessen, aber auch dann ist Strom am Gehäuse. An den Receivern wird's also wohl nicht liegen.

Schönen Gruss,

Peller


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BeitragVerfasst: Mo 17. Jun 2002, 21:12 
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Preis Fuchs

Registriert: Mi 22. Nov 2000, 23:00
Beiträge: 374
Ganz einfach , schalte deinen Receiver ab <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

Hab das bei meinem Spiegel auch gemerkt

Es hatte geregnet, der Teppich auf dem Balkon war nass, ich hab den Spiegel nachjustiert.

Natürlich war der Reciever an, zwecks Pegel Antzeige. Und dann zuck <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

Also dieser Strom ist die Steuerspannung fürs LNB

Ist wie ein geschlossener Stromkreis

Egal wo du dort anfasst, jedesmal bekommst du eine gewischt.

Könntest höchstens was um den F-Stecker machen.

So das du keinen direkten Konntakt zum Schirm des Kabels hast.

So das wars, alle Fragen geklärt <img border="0" title="" alt="[Zwinkern]" src="wink.gif" />

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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 00:34 
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Registriert: Mi 17. Jan 2001, 23:00
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Hi

Normalerweise bekommt man von maximal 18 Volt keine "gewischt".
Das wird wohl andere Gründe haben.

Rokie


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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 08:51 
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Preis Fuchs

Registriert: Mi 22. Nov 2000, 23:00
Beiträge: 374
Nur mal neben bei

Das kribbeln kommt nicht von den 18 V , sondern vom Strom I in MilliAmpere <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

Da brauchst nicht viel davon <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 09:57 
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Registriert: Mi 17. Jan 2001, 23:00
Beiträge: 192
Hi

Bei 18 Volt ist es kaum möglich einem Strom, größer als 0,1 Milli Ampere fließen zu lassen, selbst mit nassen Händen und von einer Hand zur anderen nicht.

Millivolt (hier 18000) geteilt durch Ohm (nachmessen) ist Gleich Milliampere.
(Ohmsches Gesetz)

Außerdem liegen die 18 Volt nicht am Außenleiter des Koaxkabels sondern am Innenleiter.

Der Außenleiter (Schirmung) und damit auch das LNB Gehäuse sollte idealerweise Erdpotential haben (GND), sodaß man unmöglich einen Schlag bekommen kann.

Mess doch mal vom LNB gegen Erde, was da wirklich für eine Spannung anliegt, bin sicher, das es wesentlich mehr als 18 Volt sind.

Gruß
Rokie


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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 10:31 
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Preis Fuchs

Registriert: Mi 22. Nov 2000, 23:00
Beiträge: 374
Richtig , aber die Versprgungsspannung beträgt nur 14/18 V.

Wenns mehr ist, dann hat der Receiver ne Macke.

Die Stromaufnahme hängt von meherern Sachen ab.

</font>
  • <font size="2" face="Tahoma, Verdana">Leiter Weiderstand</font></li>
  • <font size="2" face="Tahoma, Verdana">Art des LNbs</font></li>
  • <font size="2" face="Tahoma, Verdana">zusätzlicher Diseqc
    </font></li>
<font size="2" face="Tahoma, Verdana">Aber ich hab das nicht nur einmal festgestellt.
Aber es ist nicht lebensgefährlich. Kann man mit einem Weidezaun vergleichen.
Also nicht weiter bedenklich <img border="0" title="" alt="[Zwinkern]" src="wink.gif" />

</font><blockquote><font size="1" face="Tahoma, Verdana">quote:</font><hr /><font size="2" face="Tahoma, Verdana"> Der Außenleiter (Schirmung) und damit auch das LNB Gehäuse sollte idealerweise Erdpotential haben (GND), sodaß man unmöglich einen Schlag bekommen kann.
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Tahoma, Verdana">Und genau da liegt das Problem.

Wer hat denn schon eine Potential Verbinung vom Schirm zum Erdpotential ?

Nur der, der es von einem Fachbetrieb hat machen lassen <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

<small>[ 18 Juni 2002, 12:32: Beitrag editiert von: Speedy10 ]</small>

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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 12:52 
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Beiträge: 460
@Speedy10, wie wärs mal mit einem kleinen Einführungskurs in die Grundlagen der Elektrotechnik? Mit dem Ohmschen Gesetz lässt sich schon fast alles erschlagen <img border="0" title="" alt="[Zwinkern]" src="wink.gif" />

@Rokie meint natürlich den Körperwiderstand, gegen den der Widestand des Kabels sehr klein und damit vernachlässigbar ist.

Wie du ja auch inzwischen begriffen zu haben scheinst, kommt das Kribbeln sicher nicht durch die 13/18V der LNB-Versorgung, sondern eben durch unterschiedliche Erdpotentiale. Darüber ist schon in vielen Threads geschrieben worden. Erdpotential ist eben nicht = Erdpotential, wie du mit Schmerzen auf einer Wiese während eines Gewitters feststellen könntest <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

Besser als die Schüssel zusätzlich zu erden (ev. gegen die Vorschrift bei hochsitzenden Schüsseln), ist es, nur ein gemeinsames Massepotential in einer Anlage zu verwenden. Das wird z.B. ein Rechner oder ein anderes Gerät sein, das schutzgeerdet ist. Kabelanschlüsse sollten auf alle Fälle durch einen Mantelstromfilter galvanisch entkoppelt sein.

Dann kribbelt (und brummt) auch nichts. Wenn die SatZF-Zuleitung sehr lang ist, gilt das nicht unbedingt. Aber man fühlt es dann ja <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />


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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2002, 17:04 
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Beiträge: 27
Meine Anlage wurde 1991 mit mittlerweile 12 Teilnehmern installiert und hat mich immer mit kribbelnden F-Steckern verwöhnt. Zusätzlich haben sich immer wieder die verschiedensten Teile (LNBs, Multischalter und Receiver) verabschiedet.
Eine Erdung ware eben NICHT vorhanden und die Installationsfirma meinte, dies sei auch nicht nötig.
Zwischenzeitlich habe ich nun die Multischalter und die terrestrische Mastweiche mit einem mächtigen Kabel geerdet und das Kribbeln ist weg. Auch die gegenseitige Beeinflussung der Sat-Receiver konnte ich seitdem nicht mehr beobachten. So kam es bei einem Wechsel der Ebenen bei einem Tuner manchmal zu einem ungewollten Umschalten bei einem anderen Gerät. Die Empfangsqualität bei der Terrestrik ist auch etwas besser.
Die Masten selbst waren immer schon an den Blitzschutz angeschlossen.
Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was ich mir an Geld erspart hätte, wenn die Anlage von Beginn an geerdet gewesen wäre.
Robert


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BeitragVerfasst: Mi 19. Jun 2002, 14:35 
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Hallo,
ich konnte leider noch nicht gegen Erde messen, aber gegen mein "Körperpotential" (ein Messfühler in der Hand, der andere am LNB) ergabiisch eine Spannung von 8,9V. Ich werde heute abend mal versuchen, gegen Erde zu messen. Das LNB ist übrigens nicht geerdet, abislang gab's aber auch keine Probleme (erst seit ein paar Tagen ist Strom am LNB).

Schönen Gruss,

Peller


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BeitragVerfasst: Mi 19. Jun 2002, 15:29 
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Beiträge: 460
wenn's nicht geerdet ist, wird es sicher immer einen geringen Potentialunterschied geben.

@rbukowski, du vergleichst aber Äpfel mit Birnen. Von einer weitverzweigten Anlage war nicht die Rede, sondern von Einzelempfang. Ich habe z.B. noch einen Kabelanschluss. Da geh ich nur mit spitzen Fingern dran und fass, wenn keine Verbindung besteht, das Kabel nur am isolierten Steckergehäuse an. Zwischen meinem Anlagen-Erdpotential und dem Kabel liegen einige zig V. Geht man auch nicht tot dran, weil die Spannung sofort zusammensackt, aber trotzdem. Wegen der beschriebenen lästigen Nebenwirkungen (hauptsächlich Brummen währen des Betriebs) sitz da natürlich ein Mantelstromfilter zwischen. Man könnte natürlich auch alle Leitungen - ähnlich wie du es gemacht hast - an EINER massiven Masse zusammenführen.


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BeitragVerfasst: Mi 19. Jun 2002, 20:07 
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Beiträge: 27
Nachfrage an die Profis:
Es gibt doch da Bauteile, die zwar den Strom nicht aber Hochfrequenz durchlassen. Könnte man damit eine weitverzweigte Anlage sorglos an mehreren Stellen erden?
Robert


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BeitragVerfasst: So 23. Jun 2002, 06:39 
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Registriert: Mo 17. Sep 2001, 22:00
Beiträge: 24
Hallo,
folgende Erklärung habe ich per PM bekommen:

Das ganze hat eine ganz einfache erklärung.
Heute ist in keinem receiver / tv / vcr / .... mehr ein ganz normaler netztrafo, sondern ein schaltnetzteil vorhanden. Dies muß gewissen emv / vde/ ... vorschriften genügen.

Normalerweise ist die satantenne dort geerdet wo die erdung hingehört, am verteiler mit einer gemeinsamen erdungschiene für alle koaxkabel, sowie der mast. Kathrein hatte eine zeitlang sogar ein erdungsband vom lnb zum empfangsspiegel eingeführt.
Erdung wird auch potenialausgleich genannt.

In den schaltnetzteilen haben wir die 230 volt netzspannung. Der eine ist der "heiße", wenn man dran fast, bekommt man eine geschmiert. Der andere ist der nullleiter, der eigentlich in der hausverteilung mit der schutzerde verbunden ist, also nicht "weh" tut.
Nun haben alle diese geräte keinen 3 leiter anschluß mit schutzerde, sondern nur 2 leiter.
Im moment ist mir leider der technische ausdruck für diese art schutzklasse entfallen.

So, nun kommen wir zum eigentlichen was da immer weh tut.
In den schaltnetzteilen sind zwei condensatoren, einer an dem "heißen", der andere am nullleiter. Das andere ende der beiden condensators ist auf eine lötstelle geführt, und diese lötstelle ist mit dem gehäuse und der masse des receivers verbunden.
Nun kann man sich das auch vorstellen, wie zwei gleich große widerstände, in der mitte zusammengelötet, eine seite an den "heißen", die andere am nullleiter.
Und genau in der mitte, wo beide widerstände zusammen sind, da habe ich immer eine spannung gegen "heiß" oder schutzerde. Und zwar genau die hälfte der netzspannung, 115 volt.
Aber, da es condensatoren sind und keine widerstände, bricht diese spannung bei der geringsten belastung zusammen. Messe ich mit einem hochomigen meßgerät von größer 1 mega ohm, ist die spannung voll meßbar. Hat das meßintrument 100 oder nur 10 kilo ohm, ist die spannung viel geringer.
Unser körperwiderstand hängt nun von vielen faktoren ab, ist es nass, trockene hände,... verspüre ich mehr oder weniger von der spannung. Widerstand ist gleich strom, großer widerstand - geringer strom, kleiner widerstand - großer strom. Diese spannung ist aber in strom gemessen nicht gefährlich für den menschen, nur unangenehm. Je nachdem ob man schnell und fest oder langsam übervorsichtig anfasst, dementsprechen ist das ergebnis.
Nun kann es auch sein, wenn der netzstecker in der dose um 180° gedreht wird, das durch den unterschiedlichen leckstrom des condensators, der strom mehr oder weniger wird.

Wenn nun die anlage vorschriftsmäßig geerdet ist, alle geräte miteinnander verbunden sind und jetzt erst (so wie es in den bedienungsanleitungen steht) der netzstecker eingesteckt wird, kann keiner in den "genuß" dieser ungefährlichen spannung kommen.
Aber, da ja nie jemand nach der anleitung handelt, sollte man an eine alte Elektriker regel beherzigen. Eine hand immer in der tasche, und zwar die linke. Nie zwei verschiedene massen mit jeweils einer hand anfassen. Zwischen den händen ist das herz !

Warum aber das ganze? Man könnte ja alle geräte mit der schutzerde, also 3 leiter kabel, anschließen. Nein, genau das bringt dann die gefürchteten brummschleifen in den angeschlossenen audiogeräten.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 20. Jul 2002, 18:09 
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Registriert: Di 30. Jan 2001, 23:00
Beiträge: 28
</font><blockquote><font size="1" face="Tahoma, Verdana">quote:</font><hr /><font size="2" face="Tahoma, Verdana">Original erstellt von peller:
<strong>Hallo,
folgende Erklärung habe ich per PM bekommen:

Das ganze hat eine ganz einfache erklärung.
...
</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Tahoma, Verdana">Puh, na endlich, ich dachte die richtige Lösung kommt gar nicht mehr <img border="0" title="" alt="[Zwinkern]" src="wink.gif" />

Kompliment so eine ausführliche und noch dazu verständliche Schilderung dieses Fänomäns (schreibt man doch jetzt so oder?) ist selten.

Erwähnen möchte ich nur noch dass eine Erdung der Antennenanlage auf jeden Fall empfehlenswert ist,
wenn nur ein Gerät in der Anlage einen Isolationsfehler hat kannst du an allen Gerätegehäusen und Kabeln Netzspannung gegen Erde haben, dadurch gabs schon einige Todesfälle.
Nach der Erdung fliegt im Fehlerfall schlimmstenfalls die Sicherung.

_________________
MfG
Murphy


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